Saturday, February 17, 2007

017 - Jesus Camp

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in letzter zeit entwickle ich immer mehr gefallen an independent dokumentationen, die sich gesellschaftskritisch mit unserer zeit auseinandersetzen und die welt- und wertevorstellungen der einzelnen in den mittelpunkt stellen.
hier also geht es um den kampf, den die evangelisten in den usa um die generation ihrer kinder führen, inklusive eines bibel camps, in dem sie "lernen", sich voll und ganz ihrem herrn jesus christus hinzugeben und zu gott für "rechtschaffende politiker und richter" zu beten. ein klarer blick darauf, dass diese leute voller freude und sendungsbewußtsein danach streben, die usa wieder gott zuzuführen und ihren kinder dabei eine schlüsselstellung zuweisen.

von anfang an erfasst mich ein gefühl des unbehagens und der irritation. gehirnwäsche scheint es mich anzuschreihen und hinter jedem bestimmten blick vermute ich den wahnsinn. kinder so bestimmt zu sehen, so gequält in ihrem verlangen, gott nahe zu sein, löst bei mir starke emotionen des mitleids, der wut und der verzweiflung aus. hin und her gerissen bedauere und bewundere ich gleichzeit die tiefe und allen verstand zurücklassende kraft ihres glaubens. ich möchte sie davor retten, ein kindersoldat im krieg der evangelisten zu werden und habe doch angst davor, ihnen statt einem klaren und tiefen gefühl der geborgenheit und des glücks nur die graue und verunsichernde individualität und ratio bieten zu können.

016 - The Illusionist

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ein wenig verwirrend ist es doch schon, den österreichischen akzent zu hören, der den ganzen film imho unnötigerweise durchzieht. ich jedenfalls habe mich eher irritiert gefühlt als dass ich die authentizität hätte anerkennen können (wenn ein akzent im englischen überhaupt "authentizität" vermitteln kann).
über den film selbst gibt es dann kaum besonderes zu berichten. alle drei männlichen darsteller spielen gut, schade, dass man sich offensichtlich nicht zwischen giamatti und norton als protagonisten entscheiden konnte. sewell ist wie immer in seiner abseitigkeit interessant. biel bleibt blass.
das ende ist dann leider viel zu einfach, ersichtlich und völlig uninteressant. eine geschichte, die von illusionen und illusionisten (nicht nur eisenheim ist einer^^) erzählen will und so bieder in allen belangen daherkommt, vergibt unmengen an möglichkeiten. kaum ist auch nur der ansatz von verzehrung oder besessenheit zu spüren, die auflösung ist ein billiger taschenspielertrick, keine spur einer illusion...

015 - The Lost Room

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die erfrischende geschichte abseits der ausgetretenen pfade klassischer weltraum-sf beginnt leider zu klassisch, erfreut nicht gerade mit profiltiefen charakteren und fühlt sich dank äußerst gewöhnlicher handwerklicher arbeit im bereich kamera und sound wie die mini-tv-serie an, die sie ist. eigentlich also alle voraussetzungen, um die filme als interessanten versuch ad acta zu legen, musste ich nicht feststellen, dass mich spätestens gegen ende des ersten der drei 90-minüter eine spannung erfasst hat, die mich bis zum akzeptablen aber leider unbefriedigenden ende nicht mehr losliess.
das einzig weiter erwähnenswerte ist das (unbestätigte?) gerücht, aus der miniserie würde dank der guten einschaltquoten eine "echte" serie entstehen. ein umstand, der in letzter zeit wohl einigen serien zur existenz verholfen hat.

auch wenn der film sicher kein aushängeschild der sf ist, hat er mich doch dazu gebracht, wieder mehr nach abseitigem sf und verstärkt nach miniserien ausschau zu halten. zumindest für zwischendurch und fans des genres sollte es reichen...

Friday, February 09, 2007

014 - Fearless

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das wohl herausstechendste merkmal dieses filmes ist seine mittelmäßigkeit in allen belangen. als biographie zeigt es die nicht sehr originelle wandlung eines durchschnittlichen mannes und herausragenden kämpfers hin zu einem weisen mann voller respekt für den gegner und hoffnung für die zukunft. die kämpfe sind interessant, zeigen hohes können und sind dennoch keinesfalls berauschend inszeniert. die innere wandlung wird angedeutet ohne sonderlichen raum zu erhalten. beginn und ende des filmes hängen in der luft und eine emotionale anteilnahme am leben des protagonisten kommt nicht auf.
uninspiriert ist dann auch die technische seite des films. musik, ton und bild haben alle handwerkliche güte ohne von einer kraft zu zeugen, den man gemeinhin dem asiatischen kino zuschreibt. nur die englische synchronisation fällt hier übel auf, verfehlt sie es doch völlig, die charaktere angemessen darzustellen. die schlampigkeit führt dazu, dass aus welchen gründen auch immer, sprecher gewählt wurden, die akzentbelastetes englisch sprechen. ein unding!
fazit: ein happen zwischendurch, keinesfalls vergleichbar mit den großen filmen des asiatischen kinos. aktuell zu recht mittelmäßig bewertet.

013 - The Last Kiss

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nachdem klar war, dass die deutsche version aufgrund der synchronstimme von zach braff nicht schaubar wäre, habe ich den film so ziemlich vergessen. dabei ist er eines der besten beziehungsdramen der letzten jahre mit einer breiten und dabei dennoch legitimen palette von beziehungs- und menschentypen. eine der stärken des filmes ist es hierbei, die verwendung einfacher stereotype und noch einfachere lehren zu vermeiden und sich ganz auf das recht prosaische und wenig spektakuläre darstellen zu verlassen. die gewichtung der einzelnen beziehungen ermöglicht es, quasi kaleidoskopisch die hauptgeschichte zu umfärben und so zu erweitern.
die leichte komik und verspielte art, in der der film beginnt, helfen umso mehr, im folgenden die arbeit zu illustrieren, die eine beziehung eben auch ist und funktionieren gleichzeitig wunderbar als verortung einer ganzen generation, die an der schwelle zur seriösität steht und nach lebensperspektivischer orientierung sucht. in ihr findet der film dann auch sein natürliches publikum.
stark dann auch der gegensatz, der im weiteren verlauf in der verbalen - und nicht zuletzt auch physischen - konfrontation steckt. die charaktere verlieren hier jede künstlichkeit schlechter dramen und werden in wort und tat auf eine robuste wirklichkeit zurückgeführt, die sich auch in ton und kamera zeigt.
das ende mag dann versöhnlich genug sein, um ohne kitschig und weltfremd zu werden, dem zuschauer dennoch als lehre die wirklichkeit gelebter beziehungsarbeit entgegen einer romantisierenden transzendenzidee nahezubringen. schlussendlich eines der besseren, wenn auch von seiner grundidee recht bescheidenen, beziehungsdramen der letzten jahre und zumindest aktuell noch unterbewertet.



 

Friday, January 26, 2007

012 - This Divided State

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die usa scheinen gespalten wie nie und dieser film zeigt, wie tief der riss durch die amerikanische gesellschaft geht. vom mann, der amerika hasst und alles, was gut ist, zerstören will, der freiheit der rede und einem kleinen college im tiefen utah, von dem man noch nie gehört hat und nie wieder hören wird. scheinbar haben alle beteiligten das gefühl, es ginge hierbei um nichts weniger als die zukunft der menschheit - auf einem schlachtfeld mit namen "family city usa"...

011 - The New World

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von beginn an merkt man, dass dieser film irgendwie anders ist. das klingt schon im soundtrack an, der zeigt, wie unpassend perfekt eine musikalische untermalung sein kann. und dann habe ich den film von anfang an falsch verstanden und erst sehr spät begriffen, dass es doch ihre und nicht seine geschichte ist. ständig erwartete ich das abdriften in cliches und wurde immer nervöser als sie ausblieben. die geschichte wird nicht schneller, sie entwickelt sich nicht auf einen höhepunkt zu. in dieser umgebung ruhe zu schöpfen und die kraft der bilder und den rythmus des filmes zuzulassen heißt, sich fallenzulassen. und schon wandelt er sich, wird zum strom, der ruhe ist und kraft. eine meditation in bildern, filmgewordene poesie. und wenn man dies begriffen hat, wird der film zum geschenk.

Thursday, January 18, 2007

010 - Flags of Our Fathers

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der kern des problems dieses films liegt in seiner unfähigkeit, sich für eine erzählung zu entscheiden.

ginge es um den kampf um iwo jima inklusive der berühmten flaggenhissung so würde er uns in beeindruckenden, wenn auch nicht originellen bildern vom dreck, vom tod und der kameradschaft erzählen, die seine protagonisten dort erleben. und er hätte genügend zeit und ruhe dafür zu sorgen, dass ihr einzigartig normales leben und ihr unvermeidlicher tod uns etwas bedeuten.

ginge es um die generation der väter, die zu helden gemacht nur noch vergessen wollten und dabei gegenüber ihren söhnen verstummten, denen sie doch so vieles wichtiges hätten erzählen müssen, so würde er uns bitternis, unverständnis und verstummen zeigen und eine idee davon, was es lohnt, an die folgenden generation weiterzugeben.

ginge es um die macht der politik, die männer zu helden macht, um eigene ziele zu erreichen, und die hoffnungen der zu hause gebliebenen, die helden brauchen, um weitermachen zu können, so bliebe er bei den männern, die niemals helden sein wollten, keine waren und nun damit leben müssen, von allen für welche gehalten zu werden.

jeden dieser filme würde ich gerne sehen. den aber, der all dies auf großer breite ohne zwingenden rythmus erzählen will, habe ich nur mäßig interessant gefunden.

beinahe beruhigend, dass clint auch mittelmäßiges leisten kann.

Wednesday, January 17, 2007

009 - Slaughterhouse-Five

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ein schwieriger film, der in seinem stil ganz den 70er verhaftet ist. eine gute umsetzung der buchvorlage von kurt vonnegut, in der leider genau der moment fehlt, der mich beim lesen zum weinen gebracht hat.
in beeindruckend unkommentierender weise wird hier die zeit aus den fugen geschlagen, das leben des protagonisten, bezeichnenderweise billy pilgrim genannt, wird zu einem assoziativen reigen, der immer wieder seine bedeutung an den kriegserlebnissen, speziell der bombardierung dresdens, ausmacht. unverständlich, dass der irren autofahrt seiner frau eine solche sequenz gewidmet ist, bleibt dies doch, bis auf eine weitere kurze im zerstörten dresden, die einzige, in der billy nicht als ruhiger, geradezu apathischer beobachter seines eigenen lebens im mittelpunkt steht.
ähnlich wie in doktor schiwago bleibt die hauptfigur seltsam unzugänglich und verstärkt so den eindruck der entfremdung zu seinem eigenen leben, was nur noch dadurch hervorgehoben wird, dass billy buchstäblich wie metaphorisch ungeheuer wenig zu sagen hat, wodurch er noch mehr spielball ungenannter und unerklärter mächte zu sein scheint.
ein verstörend leiser und zielloser film.

008 - Rocky Balboa

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eigentlich haben mich die rocky-filme nie interessiert, und an den meisten ist wohl auch nur wenig interessantes zu finden. rocky balboa steht also in einer tradition, die es mitzudenken gilt, will man sich ein urteil erlauben. und in dieser tradition ist er ohne zweifel einer der besseren filme.

bewertet man den film jedoch ohne seine vorgänger mit einzubeziehen, will man ihn also mit anderen alleinstehenden filmen vergleichen, so schneidet er doch eher durchschnittlich ab. die charaktere sind, bis auf rocky selbst, doch recht oberflächlich und fungieren nur als stichwortgeber für eine voraussehbare geschichte, die nur in der ersten hälfte, in der schilderung der einsamkeit und des verlorenseins rockys einige qualitäten, nicht zuletzt die sehr gute darstellung stallones, hat. mit dem beginn des trainings bis hin zum offensichtlich unabdingbaren kampf gegen einen recht unsympathischen und dabei austauschbaren gegner, rocky ist rocky, verfällt er jedoch zusehends in cliches, die schlicht uninteressant sind. die letzte kurze szene am grab adrians wirkt dann zwanghaft und in ihrer kürze unangemessen antiklimaktisch.

die filmmusik, die mir einmal mehr störend pathetisch, und noch dazu ständig das rocky-thema variierend, aufgefallen ist, passt zu einem film, der eine rührend kämpferische selbstrespekt-zurückgewinnende comeback-geschichte erzählt, die bereits oft genug erzählt worden ist.
ein film über das zurückbleiben in erinnerung, selbstzweifel und unbefriedigender mittelmäßigkeit hätte mir gefallen.

Tuesday, January 16, 2007

007 - The Aristocrats

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"a guy goes into a talent agent's office..." [...] "the aristocrats!"

der film beschäftigt sich mit einem witz, der scheinbar eine legende ist innerhalb der gemeinde der englischsprachigen komiker ist. sind einleitung und pointe (auf die es praktisch nicht ankommt) immer die gleichen, so ist jedem die freiheit gegeben, in der mitte die absurdesten, ekelerregendsten, schamlosesten und abstoßensten szenen zu schildern, die einem nur einfallen. in dieser geschichte ist der weg das ziel.

der film versammelt eine große menge an us-amerikanischen komikern, die ihre versionen und, was viel interessanter, ihre gedanken zum witz präsentieren. dies allein ist es dann auch , was den film ausmacht. witzig ist die ganze geschichte imho sowieso kaum, aber interessant ist es alle mal, was man sich und sie uns darüber erzählen.

006 - Requiem for a Dream

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ein komischer film. eine mixtur aus grandioser filmmusik, die ich ja ansonsten eher selten wahrnehme, harten, teils dreckigen schnitten und einer handlung (eine geschichte fehlt), die ihre protagonisten sichtlich von anfang an und hierbei mitten aus ihrem Leben beginnend in den abgrund führt, in dem dann leider die aarallelschnitte zu orgiastisch sind.

schon aronofskys pi hat bei mir gemischte gefühle ausgelöst. der visuelle stil, handlungen in klar abgegrenzte schritte zu zerschneiden, diese einem rhytmus zu unterwerfen und zwangshandlungsähnlich präzise und häufig zu wiederholen, sowie die kamera, die scheinbar fest vor dem gesicht montiert, dieses vor dem sich wandelnden hintergrund im fokus hält, während die person zb durch korridore geht, wird hier in ausgeprägter form gebraucht. auch wenn ich dies in kenntnis von pi nicht als originell empfunden habe, tut es dennoch seine wirkung und ist angemessene visualisierung.

was mich gestört hat, war die doch eher voraussehbare entwicklung der handlung. das die beziehung harrys und marions so verlaufen muss, war abzusehen, ihre prostitution nichts überraschendes. auch die verwirrung, aus der sich die mutter nicht mehr befreien kann, scheint vorprogrammiert. von tyrone, der sich zuletzt in die arme seiner mutter zurückwünscht, garnicht zu reden.
dabei sind alle rollen absolut glaubwürdig gespielt, wobei ellen burstyn zurecht mit einer oscarnominierung bedacht worden ist, sticht sie doch alle mal heraus. an der verkörperung dieser eher konventionellen rollen (3 von 4) ist also nichts auszusetzen.

allein die letzte phase, in der alle "ganz unten" angekommen sind, macht dann wieder spass zu schauen, wird hier doch auf nichts und niemanden rücksicht genommen. hier entwickelt der film an kraft und fahrt, die dem hauptteil gefehlt hat: die hektisch-dichte orgie ("ass to ass"), harrys amputation und die zwangsernährung und folgende elektroschock-therapie der mutter lassen erahnen, was ein film sein könnte, der nicht den weg hinab, sondern das unten schildert. aber vielleicht bedarf es der fallhöhe, um anteilnahme durch den zuschauer zu erzeugen und vielleicht bedarf es auch der parallelmontage zu schluss, in dem alle vier protagonisten in ihre träume abgleiten, ich aber hätte gerne darauf verzichtet.

Monday, January 15, 2007

005 - Mein Führer - Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler

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sinngemäß hatte der regisseur dani levy in der kulturzeit vor ein paar tagen auf den vorwurf, sich über den holocaust lustig zu machen, geantwort, nicht über die opfer des holocaust, sondern über die nazis mache er sich lustig. das kann ich so nur bestätigen. während der jude adolf grünbaum, seine familie, die insassen und die menschenverachtung des lagers sachsenhausen mit dem gebührenden respekt dargestellt werden (und gerade innerhalb der familie auch nicht vor der schilderung eines konfliktes zurückgeschreckt, die opfer also nicht auf eine opferrolle reduziert und somit zu beiwerk stilisiert werden), fehlt der darstellung der nazis, der elite wie dem einfachen ss-soldaten, all die übermenschliche, dunkle boshaftigkeit, mit der wir sie zu sehen nach 60 jahren beschäftigung gelernt haben. es sind lächerliche figuren, inhaltsleere posen und tumbe gestalten, die uns hier vorgeführt werden. und ohne in schallendes gelächter ausgebrochen zu sein, habe ich mich dabei immer gut, in manchen momenten köstlich unterhalten gefühlt.

ich habe die kritiken nicht gelesen und nur davon gehört, helge schneider habe sich negativ über die letztendliche schnittfassung geäußert. ich persönlich hatte nur mit der endsequenz meine probleme, ohne genau bestimmen zu können, was mich daran störte. es wird wohl der ausbruch aus dem engen rahmen der reichskanzlei gewesen sein, den ich für filmisch nutzlos halte. hinzu kommt die nicht zu leugnende übermenschliche größe, die der film seinem protagonisten, der sonst doch so sehr einfacher mensch war, zuweist. in der missionarischen rede, die grünbaum am ende hält und (vielleicht vor allem) in der reaktion der massen, hält ein moralischer impetus in einer für mich in ihrer offensichtlichkeit penetranten art und weise einzug, der im großen kontrast zur äußerst überlegten darstellung des hauptteils des filmes steht.

über den abspann, in dem menschen aller generationen heute über das ungleiche paar adolf hitler/ adolf grünbaum befragt werden, kam es dann auf dem heimweg vom kino zu großen diskussionen über "die wirklich wahrste wahrheit über adolf hitler" und die aussage dieses films.
ihn zu sehen, kann ich empfehlen. kein "Großer Diktator", aber das hatte auch niemand erwartet oder beabsichtigt.