013 - The Last Kiss
imdb
metacritic
-
nachdem klar war, dass die deutsche version aufgrund der synchronstimme von zach braff nicht schaubar wäre, habe ich den film so ziemlich vergessen. dabei ist er eines der besten beziehungsdramen der letzten jahre mit einer breiten und dabei dennoch legitimen palette von beziehungs- und menschentypen. eine der stärken des filmes ist es hierbei, die verwendung einfacher stereotype und noch einfachere lehren zu vermeiden und sich ganz auf das recht prosaische und wenig spektakuläre darstellen zu verlassen. die gewichtung der einzelnen beziehungen ermöglicht es, quasi kaleidoskopisch die hauptgeschichte zu umfärben und so zu erweitern.
die leichte komik und verspielte art, in der der film beginnt, helfen umso mehr, im folgenden die arbeit zu illustrieren, die eine beziehung eben auch ist und funktionieren gleichzeitig wunderbar als verortung einer ganzen generation, die an der schwelle zur seriösität steht und nach lebensperspektivischer orientierung sucht. in ihr findet der film dann auch sein natürliches publikum.
stark dann auch der gegensatz, der im weiteren verlauf in der verbalen - und nicht zuletzt auch physischen - konfrontation steckt. die charaktere verlieren hier jede künstlichkeit schlechter dramen und werden in wort und tat auf eine robuste wirklichkeit zurückgeführt, die sich auch in ton und kamera zeigt.
das ende mag dann versöhnlich genug sein, um ohne kitschig und weltfremd zu werden, dem zuschauer dennoch als lehre die wirklichkeit gelebter beziehungsarbeit entgegen einer romantisierenden transzendenzidee nahezubringen. schlussendlich eines der besseren, wenn auch von seiner grundidee recht bescheidenen, beziehungsdramen der letzten jahre und zumindest aktuell noch unterbewertet.
metacritic
-
nachdem klar war, dass die deutsche version aufgrund der synchronstimme von zach braff nicht schaubar wäre, habe ich den film so ziemlich vergessen. dabei ist er eines der besten beziehungsdramen der letzten jahre mit einer breiten und dabei dennoch legitimen palette von beziehungs- und menschentypen. eine der stärken des filmes ist es hierbei, die verwendung einfacher stereotype und noch einfachere lehren zu vermeiden und sich ganz auf das recht prosaische und wenig spektakuläre darstellen zu verlassen. die gewichtung der einzelnen beziehungen ermöglicht es, quasi kaleidoskopisch die hauptgeschichte zu umfärben und so zu erweitern.
die leichte komik und verspielte art, in der der film beginnt, helfen umso mehr, im folgenden die arbeit zu illustrieren, die eine beziehung eben auch ist und funktionieren gleichzeitig wunderbar als verortung einer ganzen generation, die an der schwelle zur seriösität steht und nach lebensperspektivischer orientierung sucht. in ihr findet der film dann auch sein natürliches publikum.
stark dann auch der gegensatz, der im weiteren verlauf in der verbalen - und nicht zuletzt auch physischen - konfrontation steckt. die charaktere verlieren hier jede künstlichkeit schlechter dramen und werden in wort und tat auf eine robuste wirklichkeit zurückgeführt, die sich auch in ton und kamera zeigt.
das ende mag dann versöhnlich genug sein, um ohne kitschig und weltfremd zu werden, dem zuschauer dennoch als lehre die wirklichkeit gelebter beziehungsarbeit entgegen einer romantisierenden transzendenzidee nahezubringen. schlussendlich eines der besseren, wenn auch von seiner grundidee recht bescheidenen, beziehungsdramen der letzten jahre und zumindest aktuell noch unterbewertet.

0 Comments:
Post a Comment
<< Home